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Life-Science

Regelmäßig werden in unserer Gesellschaft Kontroversen ausgetragen, die sich an Anwendungsfragen von Technologien entzünden. Technikkontroversen beinhalten Wissens- und Interessenskontroversen, im bio- und medizinethischen Diskurs kommen noch normative Fragen hinzu: Was ist Leben? Was bedeutet Gesundheit? Welchen Status haben Embryonen? Wir stehen vor der Notwendigkeit, diese Fragen gesamtgesellschaftlich zu beantworten: Was alle angeht, kann nur von allen gelöst werden, heißt es in Dürrenmatts „Physikern“. Ob und wann menschlichem Leben Subjektstatus zuzuerkennen ist, kann biologisch nicht geklärt werden. Hier müssen die Geistes- und Sozialwissenschaften ins Gespräch kommen.

Die Evangelische Akademie der Pfalz engagiert sich seit Langem im öffentlichen Diskurs über aktuelle Probleme der Wissenschafts-, Technik-, Bio- und Medizinethik. Im Rahmen der „Jungen Akademie“ lädt sie junge Menschen ein, sich mit den naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen, rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen sowie gesellschaftlichen Folgewirkungen und ethischen Implikationen aktueller Forschung und moderner Technologien auseinandersetzen.

Auf den Tagungen der Jungen Akademie stellen renommierte Referenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft aktuelle Entwicklungen und deren strittige Wirkungen zur Diskussion. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten anhand von Fachbeiträgen eigene Präsentationen, die im Plenum vorgestellt und mit den Referenten und Teilnehmenden diskutiert werden. Ziel ist es, sich in sachgerechter und problemorientierter Weise mit aktuellen wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen und Anwendungen auseinanderzusetzen. Hierbei soll ein reifes Technikverständnis entwickelt werden, das ein urteilsfähiges Subjekt auszeichnet.